Gerne berichten wir über unsere laufenden und abgeschlossenen Tätigkeiten im Jahr 2009.
Die Projekte der Stiftung unterstützen insbesondere folgende Bereiche:
- Förderung der Homöopathie
- Homöopathischer Garten
- Förderung der Ausbildung
- Berufsanerkennung
- Forschung
Förderung der Homöopathie
Tag der Homöopathie
Um den Aufklärungsbedarf der Bevölkerung in Sache Homöopathie gerecht zu werden, wurde der Tag der Homöopathie ins Leben gerufen und durch die Dr. B.K. Bose Stiftung finanziell unterstützt. Am 4. April fand der erstmalige Anlass „Tag der Homöopathie Zug“ im SHI Haus der Homöopathie statt. Rund 400 Besucher konnten sich kostenlos rund um das Thema Homöopathie informieren. Infostände, Kurzvorträge und Workshops wurden rege besucht.
Die Workshop-Teilnehmer erlebten eindrücklich wie homöopathische Arzneimittel hergestellt werden. Die Workshop-Leiterin, Frau Nicoliene Potgieter Pharmakologin, lud die Besucher zur aktiven Teilnahme ein. Sie potenzierten die Arzneimittel und imprägnierten Globulis, wie es der Fachmann in früherer Zeit manuell getan hat. Die Besucher waren erstaunt, wie aufwendig die Herstellung eines Globulis ist.
An den Kurzvorträgen überzeugten sich die Teilnehmer von der Wirkung der Homöopathie. Beim Vortrag „Vergleich Schulmedizin und Homöopathie“ durch Herrn Dr. med. Christoph Hofer, Facharzt für innere Medizin und Homöopath, zeigte es sich, dass es sehr wirkungsvoll ist, wenn die Schulmedizin und die Komplementärmedizin zusammenarbeiten. Jede Medizin besitzt Stärken und Schwächen und diese sollen durch gut ausgebildete Fachpersonen bewusst und in Zusammenarbeit angewandt werden. Die weiteren Vorträge über die Tierhomöopathie, Fälle in der Homöopathie-Praxis bei Menschen sowie, wie die Homöopathie in Indien praktiziert wird, konnten mit ausgebuchten Sälen grosses Interesse und Aufklärungsbedarf bei der Bevölkerung aufzeigen.
Zukunft mit Komplementärmedizin
Zur Unterstützung der im Mai 2009 vom Schweizer Volk mit 2/3 Mehrheit angenommenen Verfassungsänderung, welche die Rolle der Komplementärmedizin in der Verfassung regelt, haben wir uns über den Verein „Zukunft mit Komplementärmedizin“, Zug, finanziell und mit persönlicher Mitarbeit engagiert.
Homöopathischer Garten
Mit rund 120 homöopathischen Pflanzen, die nach homöopathischen An-wendungsgebieten geordnet sind, ist der Garten nicht nur für Homöopathen und interessierte Naturfreunde eine Bereicherung, sondern bietet auch Schulklassen einen Einblick in die Vielfalt der homöopathischen Heilpflanzen. Im Monat Juni und Juli fanden zwei „Tage der offenen Gartentüre“ statt. Der Garten ist bei der Bevölkerung beliebt und hat sich zu einem Anziehungspunkt entwickelt. Rund 500 Personen (Vereine, Mitarbeiter von Spitälern und anderen Institutionen aus dem Gesundheitswesen und Gruppen) haben im Berichtsjahr an Führungen teilgenommen. Er wird auch ausserhalb der inzwischen regulären Führungen besucht. Der Garten ist ausserhalb der Führungen jeder Zeit öffentlich zugänglich. Entsprechende Dokumentation steht dem Besucher zur Verfügung.
Die Stiftung unterstützt die öffentlichen Führungen, damit indirekt das Verständnis für die Homöopathie geweckt wird. An diesem Grundsatzentscheid wollen wir auch in den kommenden Jahren festhalten.
Förderung der Ausbildung
Der Bildungsgang „Homöopathie“ der Höheren Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie ist die einzige staatlich anerkannte Ausbildung auf diesem Fachgebiet. Rund 40% der Ausbildung ist praxisorientiert. Im SHI Ambulatorium machen die Studierenden erste therapeutische Erfahrungen und werden gezielt und effizient auf ihre zukünftige Praxistätigkeit vorbereitet.
Wir förderten deshalb im Berichtsjahr diese Ausbildung, indem wir der Betreiberin des Ambulatoriums eine Defizitgarantie bis zu Fr. 60'000.-- abgegeben haben.
Wir wollen, dass das Niveau und die Verbreitung der klassischen Homöopathie in der Schweiz verbessert werden. Deshalb unterstützen wir die Weiterbildung des von der SHI Praxis betriebenen Ambulatoriums auch weiterhin finanziell und ideell.
Berufsanerkennung
Eine Kernforderung der Abstimmung „Ja zur Komplementärmedizin“ war die Berufsanerkennung und –Regelung der komplementärmedizinischen Berufe. Das eindeutig positive Abstimmungsresultat drückt den Wunsch der Bevölkerung nach gut ausgebildeten Fachpersonen im Bereich Homöopathie und anderen Bereichen der Alternativ- und Komplementärmedizin unmissverständlich.
Die Berufsverbände und die Ausbildungsstätten arbeiten nun zusammen, um die bestmögliche Lösung zu erreichen. Ein anerkannter Abschluss auf tertiärer Stufe wird angestrebt. Der Stiftungsrat verfolgt diese Entwicklung sorgfältig und nimmt an entsprechenden Informationsveranstaltungen teil.
Forschung
Die Resultate der fünf Arzneimittelprüfungen, die seit 2000 durchgeführt wurden, wurden ins Englische übersetzt und somit der internationalen Fachwelt zur Verfügung gestellt. Wir arbeiten an einem neuen Projekt, das wir im laufenden Jahr zum Start bringen wollen.
Finanzen
Die Finanzen sind dank einer großen Spende immer noch gesund. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die uns im Berichtsjahr unterstützt haben. Der Spielraum für neue Projekte, insbesondere für unsere Forschungsprojekte, bleibt jedoch klein und angespannt.
Zukunft
Die Stiftung will ihre bisherigen Aktivitäten im Rahmen des Stiftungszwecks fortführen. Das Spendenvolumen muss aber erhöht werden, damit nachhaltige Projekte im Bereich der Forschung auch finanziert werden können.
Im Frühling dieses Jahres wurde zudem der Tag der Homöopathie Zug organisiert. Am 4. April 2009 besuchten rund 350 Personen das SHI Haus der Homöopathie und lernten auf vielfältige Weise die sanfte, nebenwirkungsfreie Medizin kennen.
Dr. B.K. BOSE-STIFTUNG
Mohinder Singh Jus Martine Cachin Jus
Präsident Stiftungsrätin
Steinhausen, 2. Juni 2010
Einige Wünsche des Stiftungsrates
Dr. Mohinder Singh Jus, Homöopath
„Ich wünsche mir von Herzen, dass die klassische Homöopathie einen festen Platz in unserem Gesundheitswesen einnimmt. Ein Teil meiner Vision ist, dass die Homöopathie in den Schweizer Spitälern integriert ist oder gar eine homöopathische Klinik ihre Türen öffnet. Dafür setze ich mich in der Stiftung mit ganzem Herzblut ein.“
Dr. med. Ulrich Lemberger, Chirurg
„Als Stiftungsratsmitglied wünsche ich mir eine bessere Verknüpfung und Akzeptanz von Homöopathie und Schulmedizin. Die Lehre der wahren Homöopathie muss weiter verbreitet werden, dafür werde ich mich weiter einsetzen.“
Martin Lenz, Unternehmer
„Toll fände ich, wenn die nächste Homöopathische Arzneimittelprüfung in kürzester Zeit finanziell gesichert wäre und durchgeführt werden könnte. Es ist eine Herausforderung wenig erforschte Arzneien zu prüfen und damit vielen Patienten helfen zu können.“
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